Entspannungstechniken bei Allergien

Nicht wenige Allergiker stellen fest, dass Stress und Anspannung die allergischen Symptome verstärken können. Gibt es wirksame Entspannungstechniken bei Allergien die helfen? Auch wenn die Psyche niemals als Auslöser einer Allergie infrage kommt, können mehr innere Ruhe und ein intaktes seelisches Gleichgewicht viel dazu beitragen, die Allergie erträglicher zu machen. Aus diesem Grund empfehlen viele Ärzte ihren allergischen Patienten Entspannungstechniken. Vor allem bei Neurodermitis und Asthma wurden dabei positive Erfahrungen gemacht. Für Asthma sind diese sogar durch Studien belegt: Entspannungstechniken können tatsächlich dazu beitragen, die Anzahl der Asthmaanfälle zu reduzieren und die Lebensqualität entscheidend zu verbessern.

Entspannungstechniken bei Allergien

Entspannungstechniken bei Allergien

Entspannungstechniken bei Allergien – Fotolia © Ellie Nator

Mögliche Entspannungstechniken sind beispielsweise Meditation, Autogenes Training oder Muskelrelaxation nach Jacobson. Sie alle verfolgen unterschiedliche Ansätze, tragen jedoch in ähnlicher Weise zum Behandlungserfolg bei. Auch mit Tai Chi, Qi Gong und Yoga können sich Allergiker etwas Gutes tun.

Autogenes Training

Beim autogenen Training beispielsweise erlernen die Patienten, bestimmte Körperfunktionen wie die Atmung oder auch die Verdauung durch gezielte Autosuggestion zu beeinflussen. Durch innerlich vorgesagte Sätze wie zum Beispiel „Mein linker Arm wird schwer“ kann der Körper durch den Geist gesteuert werden. Eine intensive Konzentration auf den eigenen Körper und seine Reaktionen wird ermöglicht.

progressive Muskelrelaxation nach Jacobson

Bei der progressiven Muskelrelaxation nach Jacobson geht es hingegen darum, die Anspannung der Muskeln gezielt zu lösen und so auch seelischen Stress abzubauen. Diese Methode erscheint einigen Patienten etwas „handfester“, da eine direktere körperliche Veränderung angestrebt wird.


Yoga

Beim Yoga sind es vor allem bestimmte Atemtechniken, von denen Allergiker profitieren können, so beispielsweise von der tiefen Bauchatmung oder der Nadi-Shodhana, der Wechselatmung durch die Nase. Diese Techniken helfen, aus dem Atmen einen bewussten, steuerbaren Prozess zu machen.

Egal, für welche Maßnahme Sie sich entscheiden: Wichtig ist, dass Sie sie von Grund auf erlernen – beispielsweise in einem Kurs oder gemeinsam mit Ihrem Therapeuten – und sie regelmäßig anwenden.

Hypnose

Auch Hypnose kann eine Möglichkeit sein, mit der Allergie besser klar zu kommen. Dabei genügt es, Hypnose zu erlernen und sie anschließend als Selbsthypnose in den Alltag zu integrieren. Wissenschaftler der Universität Basel zeigten in einer Studie, dass Selbsthypnose erfolgreich gegen Heuschnupfen eingesetzt werden kann. Im Rahmen der Studie lehrten sie 66 Personen mit Heuschnupfen Hypnosetechniken, mit denen Symptome wie das Rinnen der Nase verringert werden konnten. Die verschriebenen Medikamente wurden dabei weiter eingenommen. Mithilfe der Selbsthypnose konnten die Patienten die Medikamentendosis jedoch deutlich reduzieren.

Entspannungstechniken eignen sich sowohl für erwachsene Allergiker als auch für Kinder. Bei Kindern muss allerdings darauf geachtet werden, dass die Übungseinheiten kurz gehalten werden. Besonders kleine Kinder können sich noch nicht so lange konzentrieren. Yoga, Autogenes Training oder Qi Gong eignen sich in der Regel erst ab dem Schulalter. Mit Kindergartenkindern lassen sich aber beispielsweise hervorragend Traumreisen machen, da Kinder mit Fantasiebildern häufig gut arbeiten können. Auch beim Musizieren, Lesen oder Spaziergehen können sich kleine Kinder manchmal gut entspannen.



Entspannungstechniken bei Allergien
5 (100%) 3 votes

Informationen zum Artikel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Werbung
Werbung

Allergie Archiv