Forschung und Allergie-Prophylaxe

Insbesondere im Frühjahr leiden viele Menschen unter allergischen Beschwerden. Dazu gehören unter anderem tränende Augen, eine verschnupfte Nase und Reizhusten. In schlimmeren Fällen kann sich die Allergie bis hin zum Asthma bronchiale ausweiten. Die Forschung beschäftigt sich deshalb seit vielen Jahren ausgiebig mit der Allergie-Prophylaxe. Neue Studienergebnisse der Forscher geben Betroffenen jetzt Anlass zur Hoffnung.

Allergie-Prophylaxe durch immunologische Toleranzreaktionen

PR Allergie-ProphylaxeDas Verfahren, das künftig eventuell der Vorbeugung von Allergien dienen könnte, stammt ursprünglich aus der Transplantationsmedizin. Dort soll die Methode verhindern, dass Spenderorgane vom Körper des Empfängers abgestoßen werden. Im Rahmen des Verfahrens entnehmen die Forscher zunächst weiße Blutkörperchen. Diese werden anschließend mit dem entsprechenden Allergen versetzt und zusammen mit einem Arzneistoff aus der Rheumatologie und einem immunsupprimierenden Arzneistoff in den Organismus reinjiziert. Dieses Vorgehen kann als eine Art Trojanisches Pferd verstanden werden. Das Allergen wird über die weißen Blutkörperchen in den Körper geschafft und verursacht so keine Allergiesymptome. Im Gegenteil: Bei einem erneuten Kontakt mit dem ursprünglichen Allergen ist der Körper immun gegen den Allergieauslöser. Im Tierversuch zeigte diese Art der Prävention gegen Allergien einen guten Erfolg. Mäuse, die mit dem jeweiligen Allergen zur Vorbeugung behandelt wurden, entwickelten eine Resistenz und zeigten nach weiterem Kontakt mit ihrem Allergen keinerlei Allergiesymptome mehr.


Prävention von Allergien durch Impfungen

Falls die weitere Forschung die Ergebnisse der Studie bestätigt, wäre eine Impfung gegen Allergien denkbar. Insbesondere Risikogruppen könnten so frühzeitig geschützt werden. Etwa könnten Kinder von Eltern, die an Allergien leiden, geimpft werden. Dadurch könnten mögliche Spätfolgen der Allergie, wie beispielsweise das Asthma bronchiale, eventuell verhindert werden. Den Forschern der Studie zufolge ist es bis dahin allerdings noch ein längerer Weg, auch wenn die bisherige Forschung sehr vielversprechend erscheint.


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