Hypnose kann Allergien lindern

Allergien stellen für viele betroffene Personen eine große Belastung dar. Die Überreaktion des Immunsystems kann harmlose Beschwerden auslösen, aber auch schwerwiegende, ja sogar lebensbedrohliche Folgen haben, wenn Betroffene mit den Allergenen in Kontakt kommen. Mit modernen Antihistaminika, Kortison-Nasensprays oder Depotinjektionen steht eine Reihe von wirksamen Mitteln bereit, um die Lebensqualität von Allergikern zu verbessern. Eine Desensibilisierung kann darüber hinaus langfristig helfen, damit eine Immunreaktion auf bestimmte auslösende Stoffe gar nicht erst auftritt.
Noch weitgehend unbekannt ist, dass auch Hypnose einen Einfluss auf das Immunsystem nehmen kann und damit als nicht-medikamentöse Alternative zur Behandlung von Allergien zur Verfügung steht.

Weniger Beschwerden durch Selbsthypnose

Hypnose kann Allergien lindern - Urheber: Hanna

In einer Studie des Uniklinikum Basel wurden 66 Heuschnupfen-Patienten über 2 Jahre beobachtet, um herauszufinden, ob Beschwerden (Nasenrinnen und Niesreiz) durch die Hypnose gelindert und das Allgemeinbefinden verbessert werden kann. Den Patienten wurde die Technik der Selbsthypnose beigebracht, die sie zusätzlich zu ihren Medikamenten anwenden sollten. Anhand verschiedener Konstellationen von Hypnose-Anwendern und der Kontrollgruppe wurden in den zwei Pollenflug-Saisons die Beschwerden der Probanden ausgewertet und verglichen.



Das Ergebnis der Studie kann sich sehen lassen. Auch unter Laborbedingungen bestätigte sich, dass sich mit Selbsthypnose die Beschwerden und der Verbrauch von Medikamenten bei den Probanden deutlich reduzierten.

Das verzerrte Bild der Hypnose

Die Wirkung von Hypnose für diverse Einsatzbereiche (u.a. Schmerzen, Ängste) wurde bereits vielfach wissenschaftlich untersucht und bestätigt (1). Dass solche Erkenntnisse oft ignoriert werden oder gar nicht erst bei Betroffenen ankommen, liegt nicht zuletzt an der medialen Darbietung von Hypnose-Shows. Mit deren Anspruch der Unterhaltung eines Millionenpublikums sorgen sie dafür, dass das Bild der Hypnose einseitig und der therapeutische Einsatz weitgehend unbekannt bleibt. Ferner entsteht der Eindruck, dass Hypnose zu Willenlosigkeit und Kontrollverlust führt.

Als Folge suchen viele Patienten erst einen Hypnose-Therapeuten auf, wenn sie mit ihren Leiden kurz vor der Resignation stehen. Das Erklären von Hypnose und ihrer Wirkung wird damit zu einer wesentlichen Aufgabe von Therapeuten und Coaches. Nicht zuletzt obliegt es ihnen, Patienten auch die Mythen und falsch wahrgenommenen Eindrücke aufzuzeigen, um mittels Aufklärung ein Vertrauensverhältnis aufzubauen.

Hypnose gegen Allergien einsetzen

Doch wie wirkt nun die Hypnose gegen Allergien? Die Forscher der Studie an der Uniklinik Basel vermuteten, dass durch die Selbst-Hypnose der Blutfluss in der Nase verringert wird, was unter anderem ein freieres Atmen ermöglicht.

Dass Hypnose einen bedeutenden Einfluss auf die Gesunderhaltung des Menschen hat, ist bei Therapeuten und Coaches, die mit Hypnose arbeiten, unbestritten. Dabei nimmt die körperliche und geistige Entspannung zur Vorbeugung stressbedingter Erkrankungen eine Schlüsselrolle ein. Aber auch gezielte bildhafte Vorstellungen oder aktivierende Suggestionen sollen sich positiv auf die Funktionen des menschlichen Organismus und damit auch auf das Immunsystem auswirken. Bei einer Überreaktion, wie sie bei Allergien auftritt, soll so eine gezielt dämpfende Wirkung erzielt werden, um die Beschwerden zu lindern.

(1) http://www.meg-tuebingen.de/1-hypnose-hypnoseforschung.htm

Bildnachweis: Hypnose kann Allergien lindern – Fotolia © Hanna


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