Hyposensibilisierung – der Kampf gegen die Allergieursache

Mit juckender Nase, brennenden Augen und gereizter Haut fällt es schwer, den Frühling richtig zu genießen – kein Wunder, dass Allergiker die milde Jahreszeit am liebsten überspringen würden. Mit Medikamenten lassen sich die Symptome zwar kurzzeitig ausbremsen, für eine langfristige Besserung reichen sie jedoch nicht aus. Was hingegen wirklich dauerhafte Behandlungserfolge verspricht, ist die Hyposensibilisierung.

Was ist eine Hyposensibilisierung?

Hyposensibilisierung

Hyposensibilisierung – Fotolia © nikilitov

Sie gilt als die bislang einzige kausale Therapieform gegen Allergien – die Hyposensibilisierung. Während alternative Behandlungen wie die Einnahme von antiallergischen Arzneien die Begleiterscheinungen kurzzeitig reduzieren, wirkt die Hyposensibilisierung der Ursache der Erkrankung entgegen. Dabei wird speziell auf eine verringerte Sensibilisierung des Körpers gegenüber des Allergieauslösers abgezielt, sodass die Beschwerden kaum bis überhaupt nicht mehr auftreten.

Wie läuft eine Hyposensibilisierung ab?

Der Körper soll sich an den jeweiligen Reizstoff gewöhnen, sodass er im Falle eines Kontakts weniger empfindlich darauf reagiert. Um das Therapieziel zu erreichen, bekommen Betroffene über mehrere Monate hinweg das entsprechende Allergen in regelmäßigen Abständen verabreicht. Dabei gilt es die Dosis von Mal zu Mal zu erhöhen, bis das persönliche Maximum erlangt ist. Mit dieser Höchstdosis wird der Patient weiterhin behandelt. Die konkrete Dauer hängt dabei von der jeweiligen Therapieform ab. Ob täglich, monatlich oder im Zeitraum von sechs Wochen – die Episoden sind von Allergiker zu Allergiker verschieden.



Durch die permanente Konfrontation mit dem betreffenden Allergen soll der Körper schließlich darauf getrimmt werden, dass von dem Stoff keine ernsthafte gesundheitliche Gefahr ausgeht. Daraufhin soll die Sensibilisierung stetig abnehmen. Für sichtbare Therapieerfolge ist jedoch reichlich Geduld gefragt. So sind für eine Hyposensibilisierung oftmals mehrere Jahre einzuplanen. Durchgeführt werden sollte die neuartige Behandlung dabei ausschließlich von fachkundigen Allergologen oder mit der Therapie betrauten Fachärzten.

Für wen ist die Hyposensibilisierung geeignet?

Ideal ist die Hyposensibilisierung für Betroffene einer IgE-vermittelten Allergie vom Typ I (Soforttyp). Hierzu zählt der klassische Heuschnupfen sowie allergisches Asthma, das beispielsweise durch Gräserpollen, Hausstaubmilben, Tierhaare oder Schimmelpilze verursacht wird. Im Falle einer Allergie gegen Insektengifte (z. B. Bienen- oder Wespengift) kann sich die neue Behandlungsform sogar als lebensrettend erweisen, da sie die heftigen körperlichen Reaktion präventiv mildert.



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