Kreuzallergien bei Heuschnupfen erkennen und behandeln

Einige Heuschnupfen-Allergiker trifft es besonders hart: Sie leiden neben dem Heuschnupfen zusätzlich unter Kreuzallergien. In diesem Fall reagiert das Immunsystem nicht nur auf das Allergen Nummer eins, also beispielweise eine bestimmte Pollenart, sondern auch auf Substanzen, die diesem Allergen ähnlich sind. So sind Patienten mit einer Birkenpollenallergie häufig auch allergisch gegen Erdbeeren, Äpfel oder Nüsse, während Hausstauballergiker bisweilen eine Kreuzallergie gegen Meeresfrüchte entwickeln.

Kreuzallergien bei Heuschnupfen erkennen und behandeln

Kreuzallergien bei Heuschnupfen erkennen und behandeln

Kreuzallergien – Fotolia © Kaesler Media

Die Kreuzallergie verhält sich symptomatisch wie eine normale Allergie. Wird zum Beispiel ein Lebensmittel nicht vertragen, entwickeln die Patienten Magen-Darm-Beschwerden oder eine gerötete und geschwollene Mundschleimhaut. In schlimmen Fällen treten Atemnot und Erstickung auf. Heftiger Durchfall oder ein lebensbedrohlicher anaphylaktischer Schock sind bei einer Kreuzallergie zum Glück sehr selten. Viele Allergiker erleben Kreuzreaktionen zudem nur vorübergehend. Erst wenn das Immunsystem anderen Belastungen wie Infekten oder Stress ausgesetzt ist, treten Überreaktionen häufiger auf.



Kreuzallergien lassen sich mit einem herkömmlichen Allergietest diagnostizieren, also beispielsweise mit einem Pricktest oder einem Epikutan-Test. Steht fest, dass eine Kreuzallergie vorliegt, sollten die Patienten wie auch bei der normalen Allergie die allergieauslösenden Substanzen möglichst meiden. Äußert sich die Kreuzallergie als Lebensmittelunverträglichkeit, gilt es, stets die Zutatenliste von gekauften Produkten gründlich durchzulesen. Insbesondere bei  Fertiggerichten ist erhöhte Vorsicht angebracht.
Bei Kreuzallergien hat sich eine medikamentöse Therapie mit Antihistaminika oder kortisonhaltigen Medikamenten bewährt. Weiterhin kann die Spezifische Immuntherapie Abhilfe schaffen. Bei dieser Behandlung werden dem Patienten über einen Zeitraum von drei bis fünf Jahren Allergene in winziger, stetig steigender Dosis verabreicht, bis das Immunsystem immer weniger reagiert. Dabei werden sowohl die ursprüngliche Allergie als auch die Kreuzallergie berücksichtigt. Der Arzt gibt darüber Auskunft, ob eine Spezifische Immuntherapie im individuellen Fall möglich und sinnvoll ist.



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