Minzallergie – Symptome und Fakten

Die Minze ist in verschiedenen Formen sowohl in Nahrungsmitteln, Kosmetika und Pflegeprodukten, in Tees, in Naturprodukten und in Gewürzmischungen, als auch in Süßigkeiten enthalten. Wenn Sie unter einer Minzallergie leiden, sollten Sie die Ingredienzen auf Verpackungen präzise studieren und auf ein Produkt verzichten, wenn es kleinste Spuren von Pfefferminze oder Minzaromen enthält.

Allergie auf Minze – Wie äußert sich eine Minzallergie?

Minzallergie

Minzallergie – Fotolia © mates

Reagieren Sie auf Wirkstoffe der Minze allergisch, können verschiedene Symptome auf Ihre Unverträglichkeit hinweisen. Bei der oralen Einnahme, beispielsweise durch Minzbestandteile in Lebensmitteln oder Süßwaren, kann es zu starkem Erbrechen, zu Durchfällen und Kreislaufproblemen kommen. Neigen Sie zu einer Allergie gegen Minze, kann aber auch die äußerliche Anwendung zum Problem werden. Juckreiz und Hautrötungen, schmerzhafte Hautspannung oder mit Flüssigkeit gefüllte Pusteln nach dem Kontakt mit Pfefferminze deuten auf eine Allergie hin. Bei Allergikern kann selbst eine geringe Dosierung von Menthol zu Vergiftungserscheinungen führen und Sie in Lebensgefahr bringen. Minze ist in vielen Zahncremes und Mundpflegeprodukten, aber auch in Heil- und Arzneimitteln ein häufig verwendeter Bestandteil. Im Kontakt mit den Schleimhäuten kann das Menthol zu Atemnot und Anschwellungen der Schleimhaut, bis hin zum Erstickungsanfall führen. Spüren Sie nach dem Kontakt mit Menthol eine Veränderung Ihres Wohlbefindens oder anderweitige, Ihnen sonst unbekannte Symptome, empfiehlt sich der Besuch eines Allergologen, der Sie bezüglich einer eventuellen Unverträglichkeit und Allergie auf Minze testet. Eine starke und lebensgefährliche Unverträglichkeit tritt in sehr wenigen Fällen auf, obwohl zahlreiche Menschen unter einer leichten und oftmals unterschätzten Allergie gegen Menthol, den Hauptbestandteil der Minzpflanze leiden.


Minzunverträglichkeit erkennen – lebensgefährliche Allergie vermeiden

Allergische Reaktionen auf den Mentholgehalt der Minze treten in der Regel nicht von jetzt auf nachher auf. Vielmehr merken Sie im Laufe der Zeit, dass Sie nach dem Konsum pfefferminzhaltiger Nahrungsmittel, nach der Verwendung minzhaltiger Zahncreme oder der Verwendung von ätherischen Ölen mit Minze eine Einschränkung Ihres Wohlbefindens feststellen. Auch wenn die Symptome binnen kurzer Zeit wieder abklingen, sollten Sie diese ernst nehmen und davon ausgehen, dass es eine allergische Reaktion im Zusammenhang mit den Wirkstoffen von Pfefferminze ist. Eine Minzallergie kommt selten allein und tritt in den meisten Fällen als Kreuzallergie auf. Leiden Sie unter Heuschnupfen oder unter einer Ihnen bekannten Allergie gegen bestimmte Pflanzen und Gewürze, könnte dies die Vorstufe zu einer weiteren Allergie gegen Menthol sein. Anschwellende oder brennende, beziehungsweise sich taub anfühlende Schleimhäute, Juckreiz auf der Haut, Kreislaufprobleme und Übelkeit, aber auch Atemnot oder Hustenreiz sind die am häufigsten verbreiteten Symptome im Zusammenhang mit einer Allergie gegen Minze. Die strikte Kontrolle der Inhaltsstoffe bei Lebensmitteln, Kosmetika und Pflegeprodukten gehört nach der Feststellung und Diagnostik einer Allergie zu Ihren wichtigen Aufgaben. In bestimmten Fällen kann Ihr Arzt eine Desensibilisierung versuchen, die aber keinesfalls dazu dient, fortan weniger aufmerksam durch den Supermarkt oder die Apotheke zu gehen.

Fazit: Eine allergische Reaktion auf Minze kann Sie in Lebensgefahr bringen, da der Kreislauf innerhalb weniger Minuten versagt oder die Schleimhäute der Atemwege so anschwellen, dass Sie nach dem Kontakt mit Pfefferminz keine Luft mehr bekommen. Eine frühzeitige Erkennung und richtige Einschätzung der Symptome rettet Ihr Leben.



Minzallergie – Symptome und Fakten
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2 Antworten auf "Minzallergie – Symptome und Fakten"

  1. Eigentlich verrückt auf was man alles allergisch reagieren kann! Gibt es da auch eine Liste? Gruß, Theobald

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