Persönlicher Pollensammler misst individuelle Allergenbelastung

Zahlreiche Heuschnupfen-Geplagte informieren sich über den Polleninformationsdienst des Deutschen Wetterdienstes über die voraussichtliche Pollenbelastung in ihrer Region. Doch entsprechende Messstationen gibt es derzeit nur in 45 deutschen Städten. Das macht die Vorhersage für Orte, die nicht in unmittelbarer Nähe einer solchen Messstation liegen, relativ ungenau.



Prof. Dr.-Ing. Klaus Böhm aus Mainz und sein ehemaliger Student und Softwareentwickler Torsten Sehlinger haben ein kleines Gerät entwickelt, das hier Abhilfe schaffen kann. Der „Personal Pollen Sampler“ wird z. B. am Rucksack oder am Kinderwagen angebracht. Er saugt die in der Umgebungsluft enthaltenen Pollen an, die auf einem Haftstreifen kleben bleiben. Der Streifen wird in einer Kassette des Gerätes in regelmäßigen Abständen weitertransportiert, sodass ein chronologisches Pollenprofil entsteht. Außerdem speichert das Gerät die über GPS ermittelte geographische Position. Auf einer Smartphone-App trägt der Allergiker die Stärke seine Allergiesymptome wie Niesen, gerötete Augen oder Asthma ein.

Der persönliche Pollensammler befindet sich noch im Entwicklungsstadium. An der Berliner Charité beginnt derzeit eine Studie mit dem neuen Gerät. Wann es in Arztpraxen oder Kliniken zur breiten Anwendung zur Verfügung steht, ist derzeit noch nicht bekannt.



Persönlicher Pollensammler misst individuelle Allergenbelastung
5 (100%) 2 votes

Informationen zum Artikel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Werbung
Werbung

Allergie Archiv

test