Spezifische Immuntherapie: besser ganzjährig als nur kurzzeitig

Viele Pollenallergiker beginnen im Herbst eine spezifische Immuntherapie (SIT) gegen ihre Überempfindlichkeit. Normalerweise erhalten die Patienten im Abstand von einigen Wochen Injektionen mit „ihrem“ Allergen, und zwar nur in der pollenfreien Jahreszeit. Eine Forschergruppe der Universität Lodz hat jetzt diese vorsaisonale spezifische Immuntherapie mit einer ganzjährigen Immuntherapie verglichen. An der Studie nahmen 120 Gräser- und Roggenpollenallergiker teil, die vorher noch nie eine SIT erhalten hatten. Beide Teilnehmergruppen erhielten über einen Zeitraum von drei Jahren das ganze Jahr über im Abstand von vier bis sechs Wochen eine Injektion. Jedoch bekamen die Patienten in der Gruppe der präsaisonalen spezifischen Immuntherapie während der Pollensaison ein Scheinpräparat gespritzt, während die Teilnehmer in der Kontrollgruppe der ganzjährigen Immuntherapie während des gesamten Zeitraums Injektionen mit Allergenextrakten erhielten.



Das Ergebnis war deutlich: Unter der ganzjährigen spezifischen Immuntherapie benötigten die Allergiker deutlich weniger Medikamente und auch die Allergiesymptome wie Fließschnupfen waren erheblich schwächer. Die ganzjährige Therapie konnte die Symptome im dritten Jahr um mehr als 73 reduzieren, bei der präsaisonalen Therapie waren es nur 56 Prozent.

Schwere Nebenwirkungen traten während der Studie nicht auf, auch eine befürchtete Erhöhung des Anaphylaxierisikos war nicht festzustellen. Diese Studie zeigt, dass eine ganzjährige spezifische Immuntherapie offensichtlich besser zur Behandlung einer Pollenallergie geeignet ist als eine Kurzzeittherapie.

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