Tierhaarallergie: Abschied vom Haustier unumgänglich?

Viele Deutsche teilen ihr Heim mit Hund, Katze, Meerschweinchen, Kanarienvögeln oder anderen Tieren. Wenn jedoch regelmäßig beim Spielen oder Schmusen mit dem vierbeinigen oder gefiederten Hausgenossen die Augen jucken, die Nase läuft oder Atembeschwerden auftreten, liegt der Verdacht auf eine Tierhaarallergie nahe. Doch müssen Haustiere dann ab sofort aus der Wohnung verschwinden, und zwar für immer? Der Berufsverband der Deutschen Dermatologen e. V. (BVDD) gibt Tipps.

Tierhaarallergie: Abschied vom Haustier unumgänglich?

Fotolia © TwilightArtPictures

Wer den Verdacht hat, unter einer Tierhaarallergie zu leiden, sollte auf jeden Fall einen Allergietest beim Facharzt durchführen lassen. Auch wenn dieser Test negativ ausfällt, kann eine Tierhaarallergie vorliegen, denn manche Züchtungen können ein Allergenspektrum aufweisen, das mit herkömmlichen Tests nicht erfasst wird. Im Zweifelsfall sollte der Patient eine Probe der Tierhaare zum Allergologen mitnehmen, empfiehlt Hautärztin Dr. Ines Brautzsch, Vorsitzende des Landesverbandes Thüringen des BVDD. Aber auch Substanzen aus dem Umfeld des Tieres wie z.B. Fischfutter können Allergien auslösen.

Liegt tatsächlich eine Tierhaarallergie vor, ist eine Trennung vom Haustier meist unumgänglich. Wer nicht dauerhaft ohne vierbeinige oder gefiederte Familienmitglieder leben möchte, sollte eine Hyposensibilisierung in Betracht ziehen, um die Allergiebeschwerden zu lindern, empfiehlt der BVDD. Während der Behandlung, die in der Regel etwa drei Jahre dauert, sollte kein Tier im gleichen Haushalt leben. Nach erfolgreicher Hyposensibilisierung ist die Anschaffung eines Haustieres oft jedoch wieder möglich.



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