Zöliakie: Vorsicht bei Medikamenten und Kosmetika

Wer unter Zöliakie leidet, muss sich streng glutenfrei ernähren. Gluten ist ein Klebereiweiß, das in Getreidesorten wie Weizen, Roggen, Hafer, Gerste oder Dinkel enthalten ist. Doch was viele Betroffene nicht wissen: Gluten steckt nicht nur in Lebensmitteln, sondern auch in vielen Medikamenten und Kosmetika.

Zöliakie: Vorsicht bei Medikamenten und Kosmetika

Zöliakie: Vorsicht bei Medikamenten und Kosmetika

Vorsicht bei Medikamenten und Kosmetika – Fotolia © doroguzenda

Für Arzneimittel in Form von Tabletten, Dragees oder Pulvern kann Gluten als stärkehaltige Grundlage verwendet werden. Doch auch Augen- und Nasentropfen können Gluten enthalten. Bei der Anwendung von Nasentropfen besteht die Möglichkeit, dass das Klebereiweiß über den Rachen in den Magen-Darm-Trakt gelangt. Die Deutsche Zöliakie-Gesellschaft e.V. (DZG) rät allen Betroffenen, vor jeder Verschreibung von Medikamenten ihren Arzt auf die Erkrankung hinzuweisen und abzuklären, ob das Arzneimittel Gluten enthält. Außerdem sollte der Arzt auf dem Rezept das „nec-aut-idem“-Feld ankreuzen, damit sichergestellt wird, dass der Patient in der Apotheke genau dieses Medikament erhält und kein wirkungsgleiches Mittel, das eventuell Gluten enthält.
Besondere Vorsicht ist bei freiverkäuflichen Medikamenten oder Nahrungsergänzungsmitteln geboten. Vor dem Kauf sollten Menschen mit Zöliakie den Apotheker über die Unverträglichkeit informieren und sich von ihm beraten lassen.


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